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Out-of-Band-Management
Überblick
Das Out-of-Band-Management bietet Unternehmen eine kostengünstige, sichere und effiziente Lösung zur Gewährleistung der hohen IT-Infrastrukturleistung, die für eine zuverlässige Service-Verfügbarkeit erforderlich ist. Gleichzeitig lassen sich so die zwingenden Geschäftsziele der Kostensenkung und Produktivitätssteigerung umsetzen.
Wenn die Verbindung zwischen einer IT-Ressource und dem Netzwerk unterbrochen wird, teilen Systemverwaltungsanwendungen dem Administrator mit, dass die Ressource nicht mehr verfügbar ist; doch da diese Anwendungen sich zur Ressourcenverwaltung auf die Netzwerkinfrastruktur stützen, können sie außer dem Hinweis auf die Verbindungsunterbrechung keine spezifischen Problemdetails liefern. Deshalb ist bei der herkömmlichen Problembehebung ein Servicebesuch vor Ort erforderlich, unabhängig davon, ob sich die ausgefallene Ressource im Rechenzentrum oder an einem externen Standort befindet. Der Techniker muss den Standort des fehlerhaften Geräts mit einem Notfallsystem oder einem Laptop besuchen, zur Diagnose eine Hardwareverbindung mit dem Gerät herstellen und die Netzwerkverbindung wiederherstellen. Dieses Verfahren, das mit dem Begriff „lokale IT-Verwaltung“ bezeichnet wird, ist teuer und zeitaufwändig.
Das Remote-IT-Management lässt sich über Out-of-Band-Verwaltungstools umsetzen, die sichere Alternativpfade für den Fernzugriff und die Überwachung und Verwaltung von IT-Ressourcen in der ganzen Netzwerkinfrastruktur ermöglichen. Out-of-Band-Verwaltungstools können eine ausgefallene IT-Ressource remote in der Netzwerkinfrastruktur wiederherstellen, so dass sie in kürzester Zeit wieder produktiv eingesetzt werden kann. Mithilfe von Out-of-Band-Verwaltungstools lassen sich lokale Verwaltungsaufgaben und Besuche vor Ort auf ein Minimum reduzieren. Dadurch fällt auch der Zeit- und Kostenaufwand für die Wiederherstellung der IT-Ressourcen wesentlich niedriger aus.

Szenarios
Szenario 1:
Ein Gerät oder ein Server im Rechenzentrum fällt aus; die Netzwerkinfrastruktur bleibt in Betrieb. Unter Verwendung von Out-of-Band-Verwaltungstools und der Netzwerkinfrastruktur greift der Administrator auf die IT-Ressource zu, diagnostiziert das Problem und schaltet das Gerät bei Bedarf aus und wieder ein. Innerhalb weniger Minuten ist das Gerät wieder im Netzwerk verfügbar, wo seine Produktivität mithilfe einer Systemverwaltungsanwendung wiederhergestellt werden kann. Zu den Vorteilen in diesem Szenario zählen niedrigere Arbeitskosten, höhere Produktivität und ein geringeres Risiko.

Szenario 2:
Ein Netzwerk-Switch zum Anschluss eines Server-Racks fällt aus, wobei auch die Verbindung mit dem Netzwerk unterbrochen wird. In diesem Fall bleibt die Out-of-Band-Verbindung mit dem Switch über die Netzwerkinfrastruktur erhalten. Der Administrator wird von der Systemverwaltungsanwendung darauf hingewiesen, dass ein Switch die Verbindung mit dem Netzwerk verloren hat. Der Administrator verwendet ein Out-of-Band-Verwaltungstool für den Fernzugriff auf den Switch, diagnostiziert das Problem und stellt den Switch und alle angeschlossenen Ressourcen in der Netzwerkinfrastruktur wieder her.

Szenario 3:
Ein Router, der den Netzwerk- und Internet-Zugang für einen ganzen Standort bereitstellt, fällt aus. Dieser Router bietet die Netzwerkinfrastrukturverbindung für alle angeschlossenen IT-Ressourcen im Netzwerk sowie alle Out-of-Band-Verwaltungstools. Da der Zugriff auf die Out-of-Band-Verwaltungstools nicht über die Netzwerkinfrastruktur möglich ist, stellt der Administrator den Zugriff über eine Einwahlverbindung her. Dann kann der Administrator die Out-of-Band-Verwaltungstools verwenden, um über einen seriellen Port eine Verbindung mit dem Router herzustellen und das Problem rasch zu diagnostizieren. Der Administrator behebt den Fehler und stellt den Router sowie alle Ressourcen wieder im Netzwerk her. Auch in diesem Fall ließ sich ein Problem, das andernfalls viel Zeit und einen Servicebesuch vor Ort erfordert hätte, in wenigen Minuten beheben.

Out-of-Band-Verwaltungstools
- Out-of-Band-Verwaltungssoftware bietet konsolidierten Zugriff sowie Änderungs- und Konfigurationsmanagement für verschiedene Out-of-Band-Verwaltungstools wie serielle Konsolenserver, KVM-Switches, Stromverwaltungseinheiten und Serviceprozessor-Manager. Außerdem besteht die Möglichkeit, unterschiedliche IT-Ressourcen, die an diese Out-of-Band-Tools angeschlossen sind, über eine zentrale Oberfläche zu verwalten. Die Managementsoftware bietet ein hohes Maß an Skalierbarkeit, so dass auch die Anforderungen von Großunternehmen erfüllt werden können.
- Serielle Konsolenserver bieten Remote-Zugriff auf die seriellen Managementports einiger Server und anderer IT-Netzwerkressourcen (Router, Switches, Kabel, Firewalls usw.), anstatt die Netzwerkverbindung zu beanspruchen.
- KVM-Switches oder KVM-over-IP-Switches ermöglichen den Serverzugriff über KVM-Ports (Keyboard/Video/Mouse) - ganz so, als ob der Administrator sich vor Ort befinden würde.
- Intelligente Stromverteilungseinheiten (IPDUs) bieten die Möglichkeit, Geräte per Remote-Zugriff ein- und auszuschalten, um den Betrieb zu steuern oder Software- und Hardware-Fehler zu beheben.
- Serviceprozessor-Manager bieten konsolidierten, zentralisierten Zugang zu den Serviceprozessoren, die in der Hauptplatine des Computers eingebettet sind. Diese Serviceprozessoren funktionieren unabhängig von der primären CPU und ermöglichen Administratoren die Steuerung, Überwachung und Verwaltung der Server-Hardwarekomponenten. Zudem können Administratoren Server mithilfe von Serviceprozessor-Managern neu starten, unabhängig von der Betriebsbereitschaft des Hauptprozessors und des Betriebssystems. Beispiele für bewährte Serviceprozessortechnologien sind IPMI (Intelligent Platform Management Interface), iLO (HP Integrated Lights Out) und ALOM (Sun Advanced Lights Out Management).
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